Jeden Tag eine gute Nachricht mit christlichem Denkimpuls

Jeden Tag finden Sie an dieser Stelle einen neuen Impuls aus christlicher Perspektive zum Nachdenken gepaart mit einer guten Nachricht.

Es gibt viele schlechte Nachrichten auf der Welt und in den Medien. Dabei passiert so viel Gutes auf der Welt. Davon möchte ich erzählen:
Darum such ich jeden Tag eine gute Nachricht und schreibe passend dazu einen neuen Impuls aus christlicher Perspektive zum Nachdenken.

Gerade in Zeiten der Krisen, wo viele Menschen verunsichert sind möchte ich Hoffnung machen!
Vielleicht finden Sie meine täglichen positiven Impulse auch aufbauend? Dann schicken Sie sie gerne an andere weiter :-)

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Und jetzt wünsche ich viel Vergnügen mit den kommenden Impulsen! Bleiben Sie gesund!!

Ihr Pastoralassistent Dominik Kraues

Freitag, 10. Juli 2020:
Aus den Augen aus dem Sinn?

 

Hunde haben einen ausgesprochen scharfen Geruchssinn. Wird dieser auch noch gezielt trainiert, können solche Hunde Substanzen selbst in kleinsten Konzentrationen erschnüffeln. Darum werden schon seit Jahrhunderten Spürhunde bei der Jagd eingesetzt. Es gibt eine ganze Reihe verschieden spezialisierter Jagdhunde, manche sind aufs Hetzen spezialisiert, andere können verwundete Tiere ausfindig machen, manche finden ganz leicht Dachsbaue usw. Seit 1901 werden Hunde in Deutschland auch bei der Polizei und später bei der Bundeswehr trainiert. Dort werden sie heute vor allem zum Aufspüren von Drogen und Sprengstoffen eingesetzt.

Auch im medizinischen Bereich finden Hund schon seit längerem Verwendung; beispielsweise als Blinden- oder Therapiehunde. Mittlerweile ist es gelungen Hunde so sehr für Gerüche zu sensibilisieren, dass sie Diabetes und einige Krebsleiden allein anhand der Atemluft eines Betroffenen erschnüffeln können.
Aktuell arbeiten Forscher daran ihnen das Erschnüffeln von Corona-Viren bzw. der Covid-19 Erkrankung anzutrainieren. Erste Ergebnisse bei Versuchen mit verschiedenen Speichelproben zeigten bereits eine Erfolgsquote von rund 80%. Ob die Quote noch weiter erhöht werden kann, sodass diese Form der Krankheitsfindung auch in der Praxis eingesetzt werden kann, muss sich noch zeigen. Die ersten Ergebnisse und die große Erfahrung mit Spürhunden geben jedoch Anlass zum Optimismus.

Ich bin immer wieder fasziniert, wozu Tiere in der Lage sind. Man sagt immer der Mensch sei wegen seines Verstandes die dominierende Lebensform auf diesem Planeten, vermutlich ist das auch so. Aber im Vergleich zu den anderen Lebensformen auf diesem Planeten haben wir zum Teil echt unterentwickelte Sinnesorgane: Adler können aus hunderten Metern Höhe eine Maus im Gras erspähen, Maulwürfe nehmen die kleinsten Bewegungen im Erdreich wahr, Wale können über hunderte Kilometer Entfernung unter Wasser miteinander kommunizieren, Fledermäuse können allein mit ihren Ohren im Dunkeln navigieren und so weiter und so fort. Im Vergleich zeigt sich, dass der Mensch letztlich nur ein Teil der insgesamt wunderbar faszinierenden Schöpfung ist :-)

Donnerstag, 9. Juli 2020:
Mal angenommen...

 

Wie schön wäre es doch, schon im Vorhinein zu wissen, welche Konsequenzen unsere Entscheidungen hätten. Vielleicht würden wir dann hier und dort anders handeln... Oft fehlt es uns aber an den nötigen Informationen und Vieles ist so komplex, dass man es gar nicht völlig überblicken kann. Oft springt dann unser Bauchgefühl ein. Doch mal angenommen wir wüssten ganz genau, wo diese oder jene Entscheidung uns hinführen würde...

"Mal angenommen" ist zwar keine gute Nachricht, aber doch zumindest ein guter Podcast der Tagesschau. In mehreren Folgen setzen sich zwei Jornalist*innen mit verschiedenen Thesen rund um unsere Gesellschaft auseinander: Mal angenommen wir würden die privaten Krankenkassen abschaffen oder Roboter würden unsere Jobs übernehmen oder man würde die Massentierhaltung stoppen; bis hin zur Frage "Erstkontakt zu Aliens? Was dann?". Mit diesen und anderen Themen setzten sich die beiden Jornalist*innen der Tagesschau intensiv auseinander, recherchieren, interviewen Wissenschaftler und Experten zu den Themen und stellen Prognosen an, welche möglichen Konsequenzen diese oder jene Annahme für unsere Gesellschaft vermutlich hätte.
Den Podcast gibt es auf Spotify, der ARD Audiothek und auf der Homepage der Tagesschau zum Anhören.

Letztlich sind es zwar nur Spekulationen auf Basis von Theorien und Wahrscheinlichkeiten, aber interessant sind sie allemal; nicht nur gesellschaftlich, sondern auch persönlich: Mal angenommen ich hätte nie Theologie, sondern Mechatronik studiert -wie ich es bis zur 12. Klasse noch vorhatte- wie wäre mein Leben dann wohl verlaufen? ... Eines kann ich mit ziemlicher Sicherheit sagen: Sie und ich würden dann wohl jetzt in diesem Moment etwas anderes machen. Ob das nun besser oder schlechter ist, weiß ich nicht. Was ich aber weiß ist, dass ich mich immer wieder genauso entscheiden würde :-)

Mittwoch, 8. Juli 2020:
Mit Freundlichkeit ans Ziel

Gestern habe ich von einigen Konsequenzen als Folge der #BlackLivesMatters-Bewegung erzählt. Der Auslöser dieser Bewegung waren jedoch nicht Statuen oder Flaggen, sondern ein besonders schlimmer Fall von Polizeigewalt, bei dem ein dunkelhäutiger Mann ums Leben kam. Polizeigewalt ist in den USA ein großes Problem und weit bekannt. Abschreckung ist in den USA seit jeher das Schlagwort, wenn es um Verbrechensbekämpfung geht; sowohl in der Rechtsprechung, als auch in den Polizeibehörden.

2012 kam dieses Konzept in der Stadt Camden im US-Bundesstaat New Jersey mit rund 67 Morden und einer Arbeitslosigkeit von 17% an seine Grenzen. Die Polizei war ratlos. 2013 wurde dann eine grundlegende Polizeireform durchgesetzt: Die bestehende Polizeibehörde wurde aufgelöst und es wurden vom eingesparten Geld mehr Polizisten mit niedrigerem Gehalt eingestellt. Doch die wichtigste Änderung war die Grundausrichtung: Mechanismen wie psychologische Eignungstests, Deeskalationstraining und Meldepflicht bei Fehlverhalten von Kolleg*innen sollen einen neuen Geist bei den Polizist*innen und den Bewohner*innen der Stadt wecken: Helfen statt abschrecken. Nach 7 Jahren kann man sagen, dass dieses Konzept großen Erfolg hat: Trotz immer noch berechtigter Kritik und Verbesserungsmöglichkeiten, hat sich die Kriminalitätsrate und die Grundstimmung in der Stadt positiv entwickelt.

©tagesschau.de

Die Polizei als "Freund und Helfer"; so habe ich es beigebracht bekommen. Leider erlebe ich Polizisten nicht immer so: Als Verkehrsteilnehmer, sei es mit dem Auto oder dem Fahrrad, fühle ich mich hier und da durchaus von Polizisten gegängelt. Egal wie gut meine Argumente auch waren, eine Verwarnung für irgendwas bekam ich immer. Ich weiß nicht, ob sie ähnliche Erfahrungen gemacht haben… Trotzdem habe ich immer noch ein positives Bild von der Polizei in Deutschland. Eine ehemalige Nachbarin von mir war Polizistin und immer sehr freundlich. Freundlichkeit ist überhaupt eine gute Grundhaltung, die einen oft weiter bringt; das gilt für die Polizei ebenso wie für jeden anderen Bereich des täglichen Lebens :-)

Dienstag, 7. Juli 2020:
Besser spät als nie

 

Manchmal braucht es Zeit, bevor man sich Fehler eingestehen kann. Dass jeder von uns hier und da Fehler macht ist allgemein bekannt und wohl auch recht unumstritten. Diese Fehler dann aber auch als solche zu erkennen und sie sich einzugestehen ist hingegen schon etwas schwieriger. Das Schwierigste ist dann noch für diese Fehler gerade zu stehen und um Entschuldigung zu bitten.

Seit vielen Jahrzehnten wächst in den USA schon der Druck, gegenüber den Regionalregierungen und der Bundesregierung, die in der Vergangenheit bis heute immer wieder gemachten Fehler im Umgang mit der dunkelhäutigen Bevölkerung einzugestehen und Konsequenzen daraus zu ziehen. Die südamerikanischen Bundesstaaten haben lange Zeit von der Sklaverei profitiert und diese auch gegen den Widerstand der nördlichen Bundesländer und des Auslands militärisch verteidigt. Selbst nach der Beendigung des Bürgerkrieges wurden die konföderierten Generäle in Statuen glorifiziert und die konföderierten Flagge in den Flaggen der Bundesstaaten verewigt.
Eben diese Statuen werden in manchen Städten jetzt endlich abgebaut, wie zuletzt in der Stadt Richmond. Und auch die Flagge des US-Bundesstaates Mississippi wird nun umgestaltet.

Wenn man denn einmal soweit ist, seine Fehler einzugestehen, für sie gerade zu stehen und daraus Konsequenzen zu ziehen, kann ein Verbesserungsprozess einsetzen. Früher nannte man das Läuterung und war eng Verbunden mit dem Sakrament der Buße. Heute hat dieses Sakrament stark an Bedeutung verloren, aber der Prozess der Buße ist seit jeher derselbe: Man erkennt seine Fehler, beichtet es einem anderen und bittet um Versöhnung. Mir hilft es sehr, einen Ort zu haben, wo immer jemand ist, der mir zuhört und mir hilft damit umzugehen. Das kann der Pfarrer in der Kirche sein, ein vertrauter Seelsorger oder ein guter Freund. Mittel und Wege gibt es viele, die Kraft sie auch zu nutzen, wünsche ich jedem :-)

Montag, 6. Juli 2020:
Lebensmut ist keine Frage des Alters

 

Meine Tante, die mittlerweile unter Demenz leidet, sagt oft: "Altwerden ist nicht schön". Das tut mir immer sehr Leid zu hören. Sicher ist es nicht leicht zu erleben, wie einem die Dinge, die man sonst ganz alltäglich gemacht hat, immer schwerer und schwere fallen. Doch ob etwas gut ist oder nicht, ist keine Frage des Alters. Ich kenne auch viele junge Leute die sagen ihr Leben sei "scheiße". Wer seine Lebensfreude aufgibt, gibt sich selbst auf. Lust auf Leben zu haben heißt Spaß am Leben zu haben; das ist der Motor, der einem am Leben erhält; das spendet Lebensmut.

Dass Lebensmut keine Frage des Alters ist, zeigt auch ein Projekt von Wissenschaftler*innen der Universität für Bodenkultur in Wien: Ihnen ist es nämlich gelungen eine prähistorische Pflanze wieder zum Blühen zu bringen. Die Pflanze selbst ist zwar erst ein paar Monate alt, aber die Samen sind vor rund 32.000 Jahren in Sibirien gelandet und dort von Eis bedeckt worden. Der sibirische Permafrostboden hat diese Samen konserviert, bis man sie vor einigen Zeit bei Bodenproben wiederentdeckt hat.
Trotz ihres stattlichen Alters konnten die Samen wieder zum Keimen gebracht werden und brachten jetzt eine Blume mit einer wunderschönen Blüte hervor, wie es sie seit Jahrtausenden auf der Erde nicht mehr gegeben hat.

Meine Oma hatte mal einen Spruch bei sich im Flur hängen: "Alt macht nicht die Zahl der Jahre, alt machen nicht die grauen Haare, alt ist, wer den Mut verliert und sich für nichts mehr interessiert. Drum nimm alles mit Freud' und Schwung, dann bleibst Du auch im Herzen jung. Zufriedenheit und Glück auf Erden, sind das Rezept, uralt zu werden." Dem ist nichts mehr hinzuzufügen :-)

Sonntag, 5. Juli 2020:
Seid wie die Kinder

 

"Gebt den Kindern das Kommando. Sie berechnen nicht was sie tun. Die Welt gehört in Kinderhände. Dem Trübsinn ein Ende. Wir werden in Grund und Boden gelacht. Kinder an die Macht", so heißt es in dem gleichnamigen Lied von Herbert Gronemeyer aus dem Jahr 1985.
Kinder an die Macht? Wenn ich mir anschaue, wie meine beiden Nichten (3 und 6 Jahre alt) in Konflikte geraten und versuchen sie zu lösen, würde ich diese Forderung doch lieber etwas vorsichtiger formulieren... :-D

Richtig ist aber, dass Kinder viele positive Eigenschaften haben, die wir Erwachsenen im Laufe unseres Älterwerdens immer mehr verlieren. Im Internet habe ich dazu zwei Sprüche gefunden, die mir das dieser Tage noch einmal deutlich vor Augen geführt haben:
"Ich beobachte ein Kind, wie es im Regen über die Wiese läuft und an jeder Blume riecht... Sie machen es uns vor und wir vergessen es immer wieder."
Wie oft wir doch vergessen einfach zu genießen, was um uns herum ist und mittlerweile für uns einfach selbstverständlich geworden ist.
Ebenso gut finde ich diesen Spruch:
"»Ich finde, wenn es morgens regnet, sollte man einfach weiterschlafen dürfen.« Wenn ein müdes Kind an der Bushaltestelle einem aus der Seele spricht."
Das Kind spricht damit eine tiefe Sehnsucht in uns an, die wir in unserem Alltag zu verdrängen gelernt haben...

Sprüche, die von Kindern inspiriert sind und eine tiefe Botschaft transportieren. So gesehen können wir tatsächlich vieles von Kindern lernen. Jesus hat es so ausgedrückt: "Amen, ich sage euch: Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, werdet ihr nicht in das Himmelreich hineinkommen." (Mt 18,3)
Nicht alles, was Kinder machen ist gut und sinnvoll, aber die Art, wie sie Dingen begegnen, ihre vorurteilsfreie Neugier und ihre sorgenfreie Unbeschwertheit. Das sind Dinge, die wir immer wieder neu von ihnen lernen können und sollten :-)

Samstag, 4. Juli 2020:
Dieser Tag kann Spuren von Kaffee enthalten

 

Wer in die Stadt geht, sieht sie überall: Menschen mit Kaffeebechern in der Hand. Dagegen ist erst einmal nichts einzuwenden. Kaffee ist ein tolles Getränk und dank Fairtrade auch mit gutem Gewissen genießbar.
Doch je größer die Stadt, umso größer ist der Anteil der Menschen, die Kaffee unterwegs konsumieren und dabei meist "To-Go"-Becher benutzen. Pro Minute werden in Deutschland 5.300 Einwegbecher weggeschmissen. Durchschnittlich wird ein Becher nur 15 Minuten genutzt, bevor er in den Müll wandert. Die Becher bestehen meist aus Papier mit Kunststoffüberzug. Recycling ist mit dieser Kombination nur schwer möglich. To-Go -> No-Go?

Aber die gute Nachricht ist: Es gibt umweltschonendere und sogar auf Dauer preiswertere Alternativen! Ein Artikel auf FOCUS Online beschäftigt sich genau damit und kommt zu dem Ergebnis, dass die Benutzung eigener Mehrwegbecher, die man selbst immer wieder spülen kann, die beste Wahl sind. Aber Vorsicht vor vermeintlich umweltfreundlichen Bambus-Bechern: Sie sondern bei hohen Temperaturen Schadstoffe ab. Am Besten eignen sich Behälter aus Edelstahl, Glas und Porzellan. Sie sind für den Kontakt mit Heißgetränken geeignet, ebenso wie Behälter aus schadstoffarmen Kunststoffen. Letztere sind sogar recht leicht und halten als "Thermo-Becher" den Kaffee auch über mehrere Stunden warm.
Hier geht's zum ganzen Artikel.

Ich persönlich kaufe mir selten Kaffee To-Go, auch wenn ich durchaus öfter in Großstädten unterwegs bin. Wenn dann mache ich mir schon zu Hause einen Becher Kaffee und nimm ihn dann für Unterwegs mit. Aber oft vergesse ich es auch einfach und leb' damit :-)