Samstag, 16. Mai 2020:
Das ist doch nicht meine Schuld!

 

"Das ist nicht meine Schuld!" gehört mit zu den ersten Sätzen, die Kinder lernen. Dahinter steht in erster Linie das Bedürfnis sich vor Strafe zu schützen. Schuld wird bewusst von sich fern gehalten. Niemand ist gerne verschuldet, weder finanziell, noch materiell oder ethisch.
Früher war Schuld etwas Übertragbares; Kinder hafteten oft für die Taten ihrer Eltern. Im asiatischen Raum gibt es dieses Konzept heute noch und auch aus dem Erbschaftsrecht kennen wir die Übernahme der Schulden seiner Eltern.
Was mir aber aus meinen Alltagserfahrungen völlig fremd ist, ist das Übernehmen der Schuld eines anderen. Im Christentum gibt es das schon lange: Jesus hat die Schuld der Welt auf sich genommen und hat sie durch seinen Tod für uns getilgt. Das klingt dermaßen abstrakt in meinen Ohren, dass ich das immer noch nicht ganz begriffen habe.

Umso erstaunter war ich dann, als ich vor kurzen die Nachricht entdeckt habe, dass Menschen in der türkischen Metropole Instanbul jetzt freiwillig und anonym die Schulden anderer Mitbürger übernehmen. Zu diesem Zweck ist extra ein Online-Portal eingerichtet worden, wo verschuldete Bürger ihre unbezahlten Rechnungen einstellen können. Bürger denen es finanziell besser geht, können dann Rechnungen für die ärmeren begleichen, wenn sie möchten. So sind bereits über 80.000 Rechnungen im Gesamtwert von umgerechnet 1,3 Millionen Euro beglichen worden.
Quelle: Tagesschau.de

Statt die Schuld immer von sich abzuwenden, wie es der Satz "Das ist doch nicht meine Schuld!" suggeriert, heißt es nun "Ich trage die Schuld für dich."
Dieses Beispiel hat mir geholfen, die Schuldübernahme Jesu ein wenig besser zu begreifen: Auch er hat nicht alles zurückgewiesen, sondern stand für seine Vision von einem Leben in Harmonie -dem Reich Gottes eben- ein. Er bezahlte für seine rettenden Wunder mit seinem Leben. Ein extrem hoher Preis, aber Jesus konnte ihn tragen. Für mich als Mensch ist es schon Wunder genug, wenn Menschen sich so solidarisch zeigen, wie jetzt in Istanbul, und die Schulden von anderen übernehmen, ohne dafür eine Gegenleistung zu erhalten; ganz anonym. Genau das ist für mich die Erfüllung des Reiches Gottes auf Erden, wovon Jesus immer gesprochen hat :-)

 

Freitag, 15. Mai 2020:
Es ist nie zu spät für Umweltschutz

Nachdem in den 1970er Jahren saurer Regen und die Verschmutzung unserer Flüsse immer mehr zum Problem wurden, bekamen im Laufe der 80er Jahren in Deutschland und Westeuropa die Naturschutzbewegungen mehr und mehr Zulauf, um sich gemeinsam dem Kampf gegen Umweltverschmutzung und für den Erhalt von Natur und Wildtierbeständen einzusetzen. Zuerst von vielen verlacht, schafften es diese und ähnliche Lobbyverbände hingegen, sich auch in der Politik Gehör zu verschaffen. Diese Bestrebungen gipfelten dann in dem Pariser Klimaschutzabkommen und einem globalen Bewusstsein für die Erhaltung unserer Natur, die sich vor allem in der Fridays for Future-Bewegung medienwirksam niederschlägt.
Doch viele Länder sind noch nicht soweit. Vor allem die ärmeren Länder dieser Erde tun sich schwer damit, teure Umweltschutzmaßnahmen umzusetzen. Für sie ist oft schon die heimische Müllentsorgung eine große Herausforderung; so auch für den Inselstaat Indonesien: Plastik ist billig, aber eine Infrastruktur den daraus resultierenden Müll von den Dutzenden Inseln abzutransportieren ist sehr teuer. So passiert es, dass viele Haushalte ihren Müll über nahegelegene Flüsse entsorgen.

Einer dieser Flüsse ist der Citarum, der 2013 Zeit zum schmutzigsten Fluss der Welt erklärt wurde. Kein sehr ruhmreicher Titel, weswegen sich der indonesische Staat zum Ziel gesetzt hat, die Müllentsorgung anders zu regeln und den Fluss zu reinigen, sodass er bis 2025 wieder Trinkwasserqualität hat. Ein ambitioniertes Unterfangen bedenkt man die eingeschränkten finanziellen Möglichkeiten dieses Landes. Dabei helfen soll jetzt das deutsche Start-Up Unternehmen "Plastic-Fisher", das sich auf das großangelegte Einsammeln von Plastikmüll mittels heimischer Materialien spezialisiert hat. Unterstützt wird das Unternehmen vom Recycling-Projekt "precious plastic" sowie von indonesischen Militär, das den Müll sonst immer versucht hat per Hand herauszufischen. Doch ohne technische und bezahlbare Hilfsmittel wird es den Soldaten und der Regierung niemals gelingen die 2.000 Tonne Plastikmüll täglich aus dem Fluss zu fischen. Moritz Schulz und Carsten Hirsch sind zuversichtlich hierfür Lösungen zu haben.

©dw.com

Technik und Innovation made in Germany muss nicht teuer sein. Wenn globaler Umweltschutz und damit die globalen Maßnahmen gegen den Klimawandel gelingen sollen, müssen diese Maßnahmen auch nachhaltig und bezahlbar sein. Dazu ist es schon sehr hilfreich auf Produkte zurückzugreifen, die nicht erst aufwendig hergestellt und ggf. lange transportiert werden müssen, sondern direkt vor Ort ausreichend zur Verfügung stehen. Vieles ist möglich und machbar, es muss nur endlich angegangen werden. Auch in den reichen und entwickelten Industrienationen gibt es noch viel Einspar- und Recyclingpotential. Ich selbst versuche seit einiger Zeit Plastikmüll so gut es eben geht zu vermeiden. Denn es ist nie zu spät für Umweltschutz :-)

Donnerstag, 14. Mai 2020:
Immer positiv denken

Kennen Sie das auch? Sie kommen von der Arbeit nach Hause und erzählen ihrem Partner erst einmal was heute alles schief gegangen ist oder nicht so gut lief? Das passiert mir jedenfalls oft. Und eigentlich ist das auch gut so, denn sich all den Ballast des Alltages von der Seele zu reden ist ganz wichtig für die eigene Psychohygiene. Meckern ist heilsam, zumindest solange es sich im Rahmen hält. Wenn man jeden Feierabend so verbringt, kann das einen hingegen stark herunterziehen und bis zur Depression führen.

Am 8. Mai hat Silvia van den Berg ein YouTube-Video mit dem Titel "Was dich tröstet" auf ihrem Kanal "Sonstnochwas?!" veröffentlicht. In diesem Video sprechen zahlreiche Persönlichkeiten darüber, was ihnen Trost im Alltag verleiht. Dort werden einige schöne Erfahrungen geteilt; gerade in dieser Zeit sind diese Beiträge Balsam für die Seele.


Das Video hat mich dazu inspiriert mir jetzt anzugewöhnen, nach dem Negativen immer mit etwas Positiven von der Arbeit abzuschließen. Auch meine Frau frage ich jetzt, was sie heute gutes auf der Arbeit erlebt hat. Nachdem man alles Negative herausgelassen hat, ist es sehr angenehm, wenn der der letzte Gedanke ein positiver ist :-)

Mittwoch, 13. Mai 2020:
Jeder Mensch ist ein Schatz

Können Sie sich noch an die Flüchtlingswellen 2015/2016 erinnern, dem Höhepunkt der sogenannten Flüchtlingskrise? Hunderttausend Menschen haben sich vom nahe Osten auf dem Weg gemacht, um dem Krieg in ihrer Heimat zu entgehen und in Europa Schutz und eventuell sogar eine neue Heimat zu finden. Damals war der Ruf nach Grenzschließungen bei uns in Europa groß. Flüchtlingslager wurde angelegt und mit einem Abkommen mit der Türkei hat man versucht, so viele Menschen wie möglich von der Einreise ins europäische Festland abzuhalten; zu groß war die Angst vieler Menschen vor Überfremdung, Gewalt und Arbeitslosigkeit. Diese Ängste wären auch nicht ganz unbegründet, wenn es nicht so viele Menschen gäbe, die sich um Integration bemühen. Wenn sich nämlich alle Seiten um Integration bemühen, kann daraus ein großer Reichtum für unsere Gesellschaft entstehen; man ergänzt und bereichert sich im Idealfall gegenseitig.

Auch jetzt geschieht Integration, wie das Beispiel der syrischen Familie Mazar zeigt, die vor 5 Jahren mit der ersten Flüchtlingswelle nach Deutschland gekommen ist und jetzt dabei hilft Gesichtsmasken herzustellen. Sie haben den Mangel erkannt und die Initiative ergriffen für Plege- und Alteneinrichtungen selbstgenähte Gesichtsmasken herzustellen: "Wir schaffen eigentlich jeden Tag 200 bis 300 Masken. Wir arbeiten jeden Tag. Wir beginnen immer um acht oder neun Uhr, je nachdem wie wir Zeit haben, und bis abends um 12 Uhr oder 1 Uhr nachts. Wir haben alles von unserer Mutter gelernt. Wir verteilen das an Krankenhäuser, Pflegeheime und den Rettungsdienst. Bevor ich das abgebe, ruf ich an und frage. Oder sie kommen auch selber her. Wir helfen nicht nur mit Herz, sondern auch mit der Hand." Auch Sie sind Helden des Alltags!

©tagesschau.de

Menschen, die sich so sehr in unsere Gesellschaft einbringen sind mir persönlich lieber als radikale Demonstranten, die gegen die Schutzmaßnahmen demonstrieren und damit sich und andere in Ansteckungsgefahr bringen.
Integration gab es in Deutschland schon lange vor 2015. In der Grundschule hatte ich einen guten Freund aus Jugoslawien; keine 50 Meter von meinem zu Hause gibt es eine sehr gute Pizzeria in zweiter Generation; zu unserem Hochzeitstag gehen meine Frau und ich gerne zu einem ausgezeichneten griechischen Restaurant in Familienbesitz und wenn ich Mittags auf der Arbeit hunger bekomme, hole ich mir auch gerne mal einen Döner. Auch abseits der Gastronomie findet man zahlreiche Menschen mit Migrationshintergrund in systemrelevanten Institutionen, wie Alten- und Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern, Schulen, bei Entsorgungsunternehmen und Reinigungsfirmen und und und… Das alles verdanken wir den Menschen, die seit den 1970er Jahren nach Deutschland gekommen sind und hier heimisch geworden sind und immer noch heimisch werden. Positive Beispiele wie diese zeigen mir, dass es sich lohnt für Integration einzutreten und sich immer und immer wieder darum zu bemühen :-)

Dienstag, 12. Mai 2020:
Wenn ich groß bin, will ich Polizist werden

 

Wenn man Kinder fragt, was sie später einmal werden wollen, wenn sie groß sind, bekommt man häufig zu hören: "Zugführer*in", "Astronaut*in", "Feuerwehrmann/frau" oder eben "Polizist*in". In Kinderaugen sind das die großen Vorbilder, die Superhelden des Alltags. Wer weiß? Nach der Corona-Krise kommen vielleicht noch "Arzt*in" oder "Pfleger*in" dazu?
Ich wollte als Kind immer Polizist werden; weil ich -wie viele Jungs- von den Pistolen total fasziniert war; sie sind laut und verleihen einem Respekt. Sicher sehe ich das heute etwas differenzierter und darum bin ich auch kein Polizist geworden, sondern arbeite für die Kirche.

Der 5-jährige Jamie aus Bobingen bei Augsburg hatte vor ein paar Tagen Geburtstag und durfte ihn nicht -wie sonst- mit seinen Freunden feiern. Weil Jamie aber Polizisten total cool findet, hat seine Mutter der Polizei geschrieben und ihr von dem anstehenden Geburtstag ihres Sohnes erzählt. Als dann der Ehrentag kam, rückten die Beamten Manfred und Romy mit ihrem Streifenwagen aus und besuchten den kleinen Jamie bei sich zu Hause, um ihn mit Blaulicht alles Gute zum Geburtstag zu wünschen. Sie brachten auch gleich noch ein kleines Geschenk mit und so wurde sein 5. Geburtstag für Jamie doch noch zu einem unvergesslich schönen Tag für ihn.

Das wird Jamie wohl den Rest seines Lebens in Erinnerung bleiben. Auch ich hätte mich in dem Alter sehr über solch einen Besuch gefreut. So hat die aktuelle Krise auch ihre guten Seiten: Die Kriminalitätsrate ist dank des Kontaktverbotes so niedrig, wie selten. Dadurch haben Streifenpolizisten auch mal die Zeit Kindern eine Freude zu machen.
Es beeindruckt mich immer wieder, was die Helden des Alltags alles für uns tun! Danke! :-)

Montag, 11. Mai 2020:
Cristo Redentor

 

Seit 1931 blickt eine 30 Meter große Statue von Jesus Christus mit ausgestreckten Armen auf die Bucht von Rio de Janeiro in Brasilien. Die Statue steht auf dem Gipfel des 710m hohen Berges Corcovado und trägt den Namen "Cristo Redentor" und ist der portugiesische Ausdruck für "Christus der Erlöser". Lange bevor ich mich für Religion interessiert habe, fand ich diese Statue schon sehr beeindruckend, wenn Sie mal im Fernsehen oder auf Bildern zu sehen war. Gerne möchte ich irgendwann in meinem Leben auch mal hin und direkt vor ihr stehen. Diese große Christus-Figur, die mit ihren ausgebreiteten Armen wie ein Schutzpatron über die Millionenmetropole Rio de Janeiro zu wachen scheint.

Seit einigen Jahren wird die Statue abends beleuchtet und bei besonderen Anlässen auch mit verschiedenen Farben und Motiven. So wurde sie beispielsweise vor vier Wochen so angestrahlt, dass es aussah als würde sie einen Arztkittel tragen und darunter wurde in verschiedenen Sprache der Schriftzug "Danke!" projiziert. Am 4.5. projizierte man auf der Statue ein großes blaues Herz mit einer Gesichtsmaske darunter und als Untertitel stand der Hashtag "#MascaraSalva" (= "Die Maske rettet").

©tagesschau.de

Es ist eine wunderbare Geste, wenn aus insgesamt 740 Metern Höhe eine riesige Figur von Jesus Christus auf einen herab blickt und "Danke!" sagt oder die Menschen ermutigt, sich gegenseitig mit einer Gesichtsmaske zu schützen. Die Botschaft ist dabei eine zutiefst christliche: Rettet Leben! Der mittlerweile emeritierte Dogmatikprofessor Karl-Heinz Menke sagte am Anfang meines Theologiestudiums in einer Vorlesung: "Jemanden zu lieben ist jemanden zu sagen: 'Du sollst nicht sterben!' Gott ist die Liebe, darum lässt er uns niemals sterben." Lasst uns Gott dabei helfen aufeinander zu achten :-)

Muttertag, 10. Mai 2020:
Von der Kunst zu Hause zu bleiben

So langsam geht es wieder los: Zoos, Museen und Friseure können wieder besucht werden, fast alle Geschäfte haben wieder geöffnet und auch die KITAS und Schulen nehmen allmählich ihren Betrieb wieder auf. Doch dass dies möglich ist, hat seinen Preis: Viele mussten die letzten Wochen zu Hause bleiben, hatten Kurzarbeit oder Homeoffice. Außerdem müssen wir jetzt immer noch Abstand halten und an vielen Orten Atemschutzmasken tragen. Alles, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen und trotzdem die Möglichkeit zu haben, unseren gewohnten Alltag nachzugehen.

Vermutlich waren auch Sie von dem sogenannten Lockdown betroffen und sind mehr als sonst in den eigenen vier Wänden geblieben. Welche Auswirkungen das auf uns und unser Leben gehabt hat und teilweise noch hat, versucht ein Video zu veranschaulichen, dass ich vor einigen Tagen von einer Abonnentin meiner Impulse per WhatsApp zugeschickt bekommen habe. Das Video zeigt verschiedene Kunstwerken aus unterschiedlichen Epochen, die mit Untertiteln versehen gut zur aktuellen Corona-Krise passen:

Wie erleben Sie diese Zeit? Kommen Sie gut damit klar oder sehnen Sie sich nach jeder nur möglichen Lockerung. Es ist schwierig einen Spagat aus Schutz von Leib und Leben und Freiheit des einzelnen zu machen. Von einem Kollegen weiß ich, dass das Geilenkirchener Krankenhaus jetzt wieder mehr Corona-Patienten behandeln muss. Jede Lockerung hat ihren Preis, hoffen wir, dass der Preis für uns niedrig bleibt. Ihnen weiterhin alles Gute und einen gesegneten Muttertag! :-)

Samstag, 9. Mai 2020:
Bilder sagen mehr als tausend Worte

 

Viele Dinge lassen sich kaum in Worte fassen. Gefühle wie Liebe oder Hass, Freude oder Angst, Hoffnung oder Zweifel, können allein mit Wörtern kaum erklärt werden. Das sind Dinge, denen man erst dann einen Begriff geben kann, wenn man sie selbst spürt.
Ebenso verhält es sich mit den Gefühlen, mit denen wir während der Corona-Krise konfrontiert werden. Auch ich fühle mich oft sprachlos, wenn ich die Nachrichten über die aktuellen Todeszahlen lese oder von der Wut der Menschen über die einschränkenden Maßnahmen höre. Ebenso sprachlos bin ich aber auch über die Solidarität, die Menschen einander schenken; ich bin begeistert, angerührt, erstaunt… ich kann meine Gefühle darüber kaum in Worte fassen.

An diesem Punkt bietet die Kunst einen möglichen Ausweg, denn Bilder sagen ja bekanntlich mehr als tausend Worte:
Der Künstler Guillaume Legros alias Saype gestaltete am Ferienort Leysin in den Schweizer Alpen ein 3000m² großes Bildnis, das ein Mädchen zeigt, welches vor einem Straßenkreidebild sitzt und in den Horizont schaut. Das Straßenkreidebild zeigt einen Halbkreis aus Strichmännchen, welche sich an den Händen halten.
Das Bild trägt den Titel "Beyond Crisis" (= "Jenseits der Krise")
Die Interpretation des Bildes bleibt dem Betrachter überlassen, so wird die Bedeutung des Bildnisses nicht durch einen Text eingeschränkt.

Wie bei den meisten Kunstwerk, gibt es auch hier mehrere Interpretationsmöglichkeiten und eine Fülle von Botschaften.
Für mich steckt in diesem Bild viel Sehnsucht und Hoffnung: Das Mädchen sehnt sich wieder nach Gemeinschaft mit ihren Freunden, aber weil sie ihre Freunde nicht treffen darf, malt sie stattdessen einen Halbkreis aus Strichmännchen mit Straßenkreide auf die Straße. Sie selbst ist Teil der Menschenkette, die sie gemalt hat und damit Teil der Gemeinschaft nach der sie sich sehnt. Der Blick in den Horizont drückt die Hoffnung des Mädchens aus, dass es bald wieder soweit sein wird. Wie die Beschränkungen, wird auch dieses Bild mit der Zeit verblassen und schließlich ganz verschwinden, denn es besteht aus biologisch abbaubarer Farbe :-)