Freitag, 3. Juli 2020:
Wer hätte das gedacht?

 

Ein schöner Tag, eine ruhige Nachbarschaft; man kennt sich und kommt gut miteinander klar... bis eines Tages einer der Nachbarn auszieht. Wer wird wohl nachkommen? Wie werden die neue Nachbarn sein? Wird es so sein, wie mit den Alten oder wird sich alles verändern? Und dann, nach einigen Tagen fahren zwei voll gepackte Autos vor und eine sehr üppige Roma-Familie steigt aus.
Die Nachbarschaft geht auf die Barrikaden, die Zeitung wird angerufen, Protestbriefe an die Stadt geschrieben.

Von Situationen wie diese erzählt das Buch "180 Grad: Geschichten gegen den Hass" von Bastian Berbner.
"Die Familie blieb vor Christa Hermes’ Balkon stehen und schaute hoch. Auch Harald war jetzt herausgekommen. Die junge Frau stellte alle vor, sechs Namen, die Christa Hermes sofort wieder vergaß. Dann sahen die Hermes, wie die Familie durch ihre Haustür trat. (…) Und sofort ging oben das Gerenne los, die Kinder, von einem Zimmer ins nächste, tap, tap, tap, und wieder zurück, tap, tap, tap. (…)
Einen Tag später tropfte Wasser auf den Balkon der Hermes. Christa ging hoch und klingelte. Ein Kind öffnete, dann kam die Frau dazu. Es laufe Wasser vom Balkon, sagte Christa Hermes und die Frau verstand nicht. (…) Also ging sie einfach hinein in die Wohnung, vorbei an der Frau und dem Kind, direkt zur Balkontür. Draußen hingen Babywäsche, Hosen und Handtücher über einer Leine, nass wie nach einem heftigen Regenschauer. Das gehe so nicht, sagte Christa Hermes. Die Frau führte Christa Hermes ins Bad und zeigte auf die Badewanne. Christa Hermes begriff: Diese Frau hatte keine Waschmaschine, keinen Trockner und keinen Wäscheständer. Als Kind hatte Christa Hermes selbst Wäsche mit der Hand waschen müssen und jetzt erinnerte sie sich daran, wie schwielig die Hände da wurden.
Auf dem Weg zur Tür guckte sich Christa Hermes in der Wohnung um. Auf dem Tisch standen zwei Tassen. Auf dem Herd eine Erdnussdose, in der die Frau offenbar Babynahrung warmgemacht hatte. Es schien kein Geschirr zu geben. Außerdem war es viel zu warm (…). Christa Hermes deutete fragend auf den Heizkörper, und die Frau erklärte in gebrochenem Deutsch, die Kinder frören nachts in den Betten, sie hätten keine Decken, keine Kissen, nur ihre Pyjamas. „Da wurde es bei mir erst mal heller im Kopf“, erinnert sich Christa Hermes. An diesem Tag (…) brachte (sie) Wolldecken, Kissen, Bettwäsche, man hat ja von allem zu viel, sie schleppte Geschirr heran, Töpfe, Pfannen, einen Wasserkocher, eine alte Kaffeemaschine, die noch einwandfrei funktionierte.
Bald trank sie mit der Frau Kaffee, von der sie jetzt wusste, dass sie Rosi hieß. (…) Dann kam Harald dazu und erfuhr, dass *Robert*, der neue Nachbar, in Serbien als Kfz-Mechaniker ausgebildet worden war. Dass sie denselben Beruf hatten."
(Quelle: https://www.focus.de/perspektiven/gesellschaft-gestalten/buchauszug-aus-180-grad-wie-begegnungen-mit-fremden-die-gesellschaft-retten-koennen_id_11152346.html)

Situation wie diese gibt es viel und auch die Reaktionen sind nicht untypisch. Kulturschranken und Vorurteile in unseren Köpfen machen es beiden Seiten schwer sich einander anzunähern. Es bräuchte mehr Situationen, wie die in diesem Buch beschriebene, um Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in Luft aufzulösen. Vieles basiert auf Missverständnisse und Unwissenheit. Woher sollen die Menschen auch wissen, wie wir in Deutschland leben? Man stelle sich nur vor wir müssten von jetzt auf gleich in Serbien oder Syrien leben und uns dort zurecht finden mit nichts als dem Inhalt eines Koffers. Veränderungen sind nie einfach und so radikale Veränderungen sind umso schwieriger. Ich möchte versuchen möglichst offen zu bleiben und meine Vorurteile (von denen ich auch einige habe) zunächst auf Seite zu schieben. Ich denke so mache ich mir und den anderen das Leben ein wenig einfacher :-)

Donnerstag, 2. Juli 2020:
Geld wächst nicht auf Bäumen

 

Wie wichtig die globalen Regenwaldbestände für alle Lebewesen auf dem Planeten sind, muss ich hier wohl nicht extra ausführen. Nicht umsonst werden die Regenwälder, wie der Amazonas oder der brasilianische Regenwald als "grüne Lungen der Erde" bezeichnet. Nirgendwo auf der Welt wird soviel CO² in Sauerstoff umgewandelt, wie dort. Das ist nicht nur für unsere Atemluft von großer Bedeutung, sondern auch für den globalen Klimawandel. Schließlich ist der steigende CO²-Gehalt in der Luft doch die Hauptursachen für die Erwärmung der Erde.

Seit der Wahl Jari Bolsonaros zum Präsidenten von Brasilien steht die brasilianische Politik in der Kritik, denn sie unterstützt und befürwortet die Abholzung des brasilianischen Regenwaldes. Allein von Januar bis April wurde dort eine Fläche von umgerechnet 120.000 Fußballfeldern abgeholzt. Doch jetzt haben 7 große europäische Investmentfirmen angedroht, sich von brasilianischen Fleischerzeugern, Getreidehändlern und sogar Staatsanleihen zu trennen, wenn die Regierung weiterhin nichts gegen die massive Abholzung des Amazonas unternimmt. Das hat die Nachrichtenagentur Reuters exklusiv erfahren.

Der Grund warum Bolsonaro die Abholzung überhaupt zulässt ist -wie so oft- Geld: Schmiergeld von den Rodungsfirmen, weniger Förster zur Überwachung, Einnahmen aus dem Verkäufen der begehrten Tropenhölzer.
Wenn man den Klimawandel leugnet ist Umweltschutz kein Argument und so hat Bulsonaro -trotz internationaler Kritik- nichts gegen die immer schnellere Abholzung des Regenwaldes unternommen. Erstaunt hat mich, dass jetzt ausgerechnet Investmentfirmen -die ja per Definition höchst profitorientiert arbeiten- bereit sind, für den Klimaschutz auf einen Teil ihrer Gewinne zu verzichten. Ist es nicht unglaublich, wie viel die Klimabewegung in den Köpfen vieler Menschen schon bewirkt hat? Vielleicht gibt es doch noch Hoffnung für uns und unseren Planeten :-)

Mittwoch, 1. Juli 2020:
Nicht so nutzlos, wie man denkt

 

Wann waren Sie das letzte Mal in einer Bücherei? Ich persönlich lese eher selten und wenn, dann meistens eBooks auf meinem Smartphone. Das habe ich immer dabei und auch abends im Bett kann ich damit gut lesen, ohne mit einer Lampe meine Frau beim Schlafen zu stören. Meistens reichen mir die Leseproben und Bewertungen im Internet, um zu entscheiden, ob ich ein eBook kaufen möchte oder nicht. Auf die Idee dafür extra in eine Bücherei zu gehen, komme ich eigentlich nicht. Ähnlich ist es mit den größeren Bibliotheken.

In der norwegischen Hauptstadt Oslo versucht man jetzt Büchereien und Bibliotheken als Orte des kulturellen Austauschs und der Wissensvermittlung wieder neu zu entdecken. So stehen beispielsweise in der Hauptbibliothek im Stadtteil Bjorvika neben zahlreichen Büchern auch Musikinstrumente, Spielekonsolen und Nähmaschinen zur Verfügung; nicht nur zum Ausleihen, sondern um sie vor Ort zu nutzen und sich ggf. von Mitarbeiter*innen zeigen zu lassen, wie sie zu bedienen sind. So werden dort auch extra Musik- und Nähkurse angeboten und auch das Spielen mit Freunden an diversen Spielekonsolen ist vor Ort möglich. Dadurch wird die Bibliothek wieder zu einem Ort der Begegnung und der kulturellen Freizeitbeschäftigung; auch bei schlechtem Wetter.

Die letzten 30 Jahre hat sich einiges getan: Internet, Smartphones, Digitalisierung, Filme und Musik jederzeit und überall auf Abruf, ständige Erreichbarkeit und so weiter und so fort. Das Leben wird rasanter, vielseitiger, abwechslungsreicher. Die Vielfalt zwingt uns zu filtern, Dinge auszublenden, nicht mehr wahrzunehmen. Nur wer als interessant, wichtig oder nützlich genug wahrgenommen wird, bleibt im Fokus. Vor dieser Herausforderung stehen nicht nur Büchereien und Bibliotheken, sondern auch die Kirchen. Im Auge der Öffentlichkeit werden die Kirchen im wahrsten Sinne des Wortes immer nutzloser. Jesus hat Wunder für die Menschen getan und die Menschen haben davon erzählt und es in die Welt getragen. Wunder gibt es immer noch viele in den Kirchen, dank Tausender engagierter Christinnen und Christen, die einen großartigen Beitrag für unsere Gesellschaft leisten. Was noch fehlt sind Menschen, die mit Begeisterung davon erzählen: Lasst es uns in die Welt tragen, damit sich die Menschen wieder über uns Christen "wundern" können - wie über eine Bibliothek, in der man Trompete und Nähen lernen kann :-)

Dienstag, 30. Juni 2020:
Freiheit

 

Was ist Freiheit eigentlich? Bei Wikipedia steht: "Freiheit wird in der Regel als die Möglichkeit verstanden, ohne Zwang zwischen unterschiedlichen Möglichkeiten auszuwählen und entscheiden zu können."
Aber kann man das so einfach herunterbrechen? Dagegen spricht die These, dass Freiheit eigentlich relativ ist und absolute Freiheit daher nur eine Illusion ist, weil jedes Lebewesen im Universum immer gewissen Zwängen unterliegt. Das heißt, selbst wenn man die Überlebenstriebe bis zuletzt unterdrücken könnte, so ist doch zumindest der eigene Tod ein unausweichlicher Zwang. Oder?...
Für mich ist Freiheit mehr als die Möglichkeit frei wählen zu können: Freiheit ist für mich ein Lebensgefühl.

Dieses Lebensgefühl empfand wohl auch der kleine Feldhamster auf dem Foto. Die mittlerweile vom Aussterben bedrohte Art wird nämlich vom Institut für Faunistik in Baden-Wüttemberg aufgezogen und nach einer Zeit auf nahe gelegenen Ackerflächen ausgewildert.
Dieser Hamster auf dem Foto blickt aus dem Rand seiner Box in die freie Natur, die vor ihm liegt. Was muss das für ein Gefühl sein, wenn man sein ganzes bisheriges Leben in einem Käfig verbracht hat? So muss Freiheit schmecken.

Freiheit als Lebensgefühl, heißt nicht alles tun und lassen zu können was man will, sondern sich selbst nach besten Möglichkeiten verwirklichen zu können. "Zur Freiheit hat uns Christus befreit." hat Paulus seiner Gemeinde in Galatien geschrieben. Damit ist gemeint, dass Gott uns so will, wie wir sind; nicht verstellt, nicht verzerrt, sondern frei in unserem Fühlen, Leben und Lieben. Eben habe ich gesagt absolute Freiheit kann es nicht geben, weil man mindestens sterben müsse. Jesus hat auch dieses Naturgesetz mit seiner Auferstehung und dem Leben nach dem Tod relativiert und uns gezeigt: Bei, in und mit Gott können wir wahrhaft und absolut frei sein! In Ewigkeit. Amen. :-)

Montag, 29. Juni 2020:
"Der Jung' muss an die frische Luft"

 

Ich weiß noch wie ich mich als Schüler gefreut habe, wenn der Unterricht nach draußen verlagert wurde. Das war durchaus etwas Besonderes, denn Lehrer*innen machen das eher ungern: Beim Gang vom Raum auf den Schulhof geht viel Zeit verloren, draußen gibt es meist negative Störgeräusche und eine menge Dinge, die die Schüler*innen vom eigentlichen Lernen ablenken. Außerdem lassen sich viele Lehrer*innen nicht gerne auf die Finger schauen und gerade auf dem Schulhof kann jeder zusehen. Manchmal aber war es so schön draußen und so stickig im Klassenraum, dass sich der/ die Lehrer*in dann doch dazu durchringen konnte, den Unterricht nach draußen zu verlagern.

Gestern habe ich einen Artikel gelesen, der sich genau damit beschäftigt und den Unterricht an der frischen Luft ausdrücklich empfiehlt: Gerade, wenn durch Viren ein erhöhtes Ansteckungsrisiko bestehe, senke Outdoor-Unterricht im Vergleich zu den geschlossenen, oft engen Klassenräumen dieses Risiko deutlich. Das norwegische Kultusministerium hat die Schulen gerade ermuntert, Unterricht vermehrt ins Freie zu verlegen.
Das Anna-Essinger-Gymnasium in Ulm hat schon vor der Krise ein Pilotprojekt mit einer 5. Klasse gestartet, die jeden Donnerstag Unterricht im Wald hat. Auch bei Wind und Wetter gehen die 25 Schüler*innen der 5g zusammen mit zwei Lehrer*innen zum Lernen in den nahegelegenen Wald. Dort angekommen wird die Klasse geteilt und von je einem/r Lehrer*in betreut. So bleibt mehr Zeit auf einzelne Schüler*innen einzugehen; auch der Gang zum Wald wird dazu genutzt. "Unsere Schule hat ein Sportprofil, Bewegung spielt bei uns eine zentrale Rolle", erklärt Schulleiter Deiter Greulich. "Im Wald ist es einfach immer still, die Schüler können dort ganz konzentriert arbeiten.", so einer der Lehrer*innen.

Die in Ulm gesammelten Erfahrungen werden von der Technischen Universität in München verfolgt und für zukünftige didaktische Konzepte auch an anderen Schulen fruchtbar gemacht. Mir hätte das als Schüler damals auch sehr gut gefallen. Der Schulhof 2-3 Mal im Jahr war ja schon ein Highlight, aber jede Woche in den Wald, das wäre wohl mein Lieblingstag in der Woche gewesen! Für die Schüler*innen jedenfalls würde ich mir wünschen, dass dieses Projekt "Schule macht" :-)

Sonntag, 28. Juni 2020:
Ein Blick in die Vergangenheit

 

Denkmäler sind eine schöne Sachen: Sie zeigen uns, wie es früher einmal war oder erinnern uns an Vergangenes. Es gibt zahlreiche Formen von Denkmälern: Statuen, Stelen, Büsten, Obelisken, Steintafeln, Gebäude uvm. Ja selbst Gräber und Grabsteine sind eine Form von Denkmälern, die an eine konkrete Person erinnern.
So gut und wichtig Denkmäler auch sind, so aufwendig ist oft die Denkmalpflege, Gräber müssen gepflegt, Gebäude saniert, Statuen und Steintafeln restauriert werden. Dieser Aufwand stellt Besitzer von Denkmälern vor großen Herausforderungen, gilt es doch das Denkmal über viele Jahre hinweg zu bewahren.

Die Stadt Augsburg hat sich für die Denkmalpflege einer denkmalgeschützten römischen Fundstätte etwas sehr kreatives einfallen lassen: Schottische Hochlandrinder grasen dort nämlich über der ehemaligen Ausgrabungsstätte und schützen so Teile der ehemaligen Provinzhauptstadt Augusta Vindelicum.
"Wir haben hier einen Teil der römischen Stadt, der seit der römischen Zeit nicht mehr überbaut wurde.", so der Stadtarchäologe Sebastian Gairhos. Obwohl die Funde unter der Erde liegen, drohen Baumwurzeln sie zu beschädigen. Die Hochlandrinder verhindern das und sorgen mit ihren Hufen gleichzeitig dafür, dass der Boden für spätere Ausgrabungen locker bleibt.

Eine zum Teil wieder rekonstruierte römische Ausgrabungsstätte befindet sich in der niederrheinischen Stadt Xanten. Dort graben Archäolog*innen seit den 80er Jahren die alte römische Hafenstadt Colonia Ulpia Trajana wieder aus. Das Besondere an dieser immer noch aktiven Ausgrabungsstätte: Nach und nach werden dort die antiken Gebäude originalgetreu rekonstruiert. Wenn Sie selbst also mal erleben möchte, wie es ist, eine römische Therme zu betreten oder in einer originalgetreuen römischen Taberna zu speisen (nur am Wochenende), sollten Sie unbedingt mal hinfahren. Auch ein (nicht originalgetreuer) Spielplatz für Kinder ist vorhanden und viele Grünflächen zum Picknicken. Normalerweise sieht man dort auch viele verkleidete Schauspieler, die versuche den römischen Alltag möglichst originalgetreu nachzustellen (Kleider nähen, Brot backen, Schüler unterrichten, Gladiatorenkämpfe in der Arena, etc.). Wegen Corona fällt das jedoch aus und auch einige Gebäude sind nur eingeschränkt betretbar. Dafür ist aber der Eintritt bis auf Weiteres frei und es gibt immer noch viel zu sehen :-)

 

Samstag, 27. Juni 2020:
Spaß ist, was man draus macht :-)

 

"Haben Sie Spaß bei Ihrer Arbeit?" Bei dieser Frage spalten sich wohl die Gemüter: Während die einen diese Frage größtenteils bejahen würden, gibt es mindestens genauso viele (wenn nicht sogar mehr), die eher wenig Spaß bei ihrer Arbeit empfinden.
Ich würde mich klar zur 1. Gruppe zählen, kenne aber auch einige bei denen das anders ist. Aber natürlich kommt das auch immer auf den jeweiligen Tag und die aktuelle Aufgabe an. Wichtige Faktoren dabei sind auch die Arbeitsbedingungen und die Kolleg*innen natürlich.

Wenn die Rahmenbedingungen passen, kann sogar eine ätzende Aufgabe zum großen Spaß werden. Das jedenfalls haben sich einige Bewohner des ostchinesischen Dorfes Quanxin gedacht: Normalerweise verdienen sie ihren Lebensunterhalt, indem sie Fische fangen oder Wasserkastanien und Lotusblumen ernten, die sie dann in große Bottiche im Wasser sammeln. Regelmäßig veranstalten die Dorfbewohner ein "Eimer-Ruderwettbewerb", mit eben diesen Sammel-Bottichen. Die Regeln sind einfach: Jeder setzt sich in seinen Bottich und paddelt so schnell er kann entlang einer abgesteckten Route um die Wette.

Was soll man dazu noch sagen? Spaß ist halt, was man draus macht :-)
Da kommt mir gleich eine Idee: Wenn meine Frau das nächste Mal schlecht gelaunt ist wegen ihrer Arbeit, werde ich sie zu einer Wasserpistolenschlacht herausfordern :-D

Freitag, 26. Juni 2020:
Wenn's mal nicht so rund läuft...

 
Jeder von uns wird das wohl kennen: Diese Tage und Momente, wo nichts so richtig rund laufen will. Das kann daran liegen, dass das, was man gerade tut, nicht so klappt, wie man es sich vorstellt oder man einfach so grundunzufrieden ist. Das kenne ich von mir selbst, von meiner Frau und aus dem Freundes- und Familienkreis. Ich würde sogar behaupten, solche Tage hat jeder einmal.

Als ich letztens wieder im Internet nach einem passenden Bild für meinen nächsten Impuls gesucht habe, bin ich auf ein Bild von zwei Präriehunden gestoßen. Zu dieser Zeit saß ich mit meiner Frau im Garten und sie hatte genau einen dieser Tage: Lustlos, kein Bock auf Garnichts. Weil ich dieses Bild so unfassbar süß und passend für den Moment fand und mir auch sonst nichts anderes mehr einfiel, um die Stimmung meiner Frau zu heben, habe ich kurzerhand meinen Laptop zu ihr hin gedreht und ihr dieses Bild gezeigt.
Binnen weniger Sekunden veränderte sich ihre Mimik von zornig und unzufrieden, über neutral und interessiert, hin zu lächelnd und grinsend. Eigentlich war ihr gar nicht nach Lachen zumute und unzufrieden war sie immer noch, aber dieses Bild konnte ihr, zumindest für den Moment, ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Bilder sagen mehr als tausend Worte und ich finde dieses Bild beweist es einmal mehr. Mal abgesehen davon, dass meine Frau und ich Präriehunde an sich schon unfassbar niedlich finden, drückt dieses Bild für uns noch so viel mehr aus: Die Zweisamkeit im Schutz ihres Baus drückt Geborgenheit aus; das rechte Präriehunde macht einen etwas traurigen Eindruck und es sieht so aus, als würde das Linke ihn trösten wollen. Das Bild scheint zu sagen: "Sei nicht traurig, denn ich bin für Dich da und pass' auf Dich auf."
Vielleicht kennen Sie auch diese Tage und Momente, an denen Sie selbst oder einer Ihrer Bekannten bzw. Angehörigen einfach einen richtig miesen Tag hat. Für diese und ähnliche Fälle wünsche ich Ihnen positive Gefühle, ausgelöst durch Bilder wie dieses und Menschen, die sie Ihnen zeigen :-)